Zertifikate-Kolumne vom 22.02.2021

BASF übertrifft die Erwartungen

Werbung. Die Überraschung war gelungen: So gute Ergebnisse hatte weder das BASF-Management selbst vorhergesagt, noch hatten besonders optimistische Analysten diese erwartet. Dank größerer Absatzmengen und höherer Preise kletterten die Umsätze des weltgrößten Chemiekonzerns im vierten Quartal 2020 um rund 8 Prozent auf voraussichtlich 15,9 Mrd. Euro, im Vorjahresquartal waren es 14,7 Mrd. Euro. Die Zahlen sind vorläufig, endgültige und detaillierte Ergebnisse legt BASF am 26. Februar vor.

Unter dem Strich blieb auch mehr hängen. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT war im vierten Quartal 2020 mit voraussichtlich 1.113 Mio. Euro um 32 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Analysten hatten für die letzten drei Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres im Schnitt mit „nur“ 845 Mio. Euro gerechnet. Allerdings entwickelten sich nicht alle Sparten gleich.

BASF bündelt die 11 Unternehmensbereiche in sechs Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions. Im vierten Quartal 2020 lief es in den ersten drei Segmenten besonders gut. Da für 2020 die detaillierten Ergebnisse noch ausstehen, ein kurzer Blick auf die Bedeutung der Bereiche im Vorjahr: Die vier Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Surface Technologies verbuchten 2019 knapp drei Viertel des Konzernumsatzes, die Margen im operativen Geschäft (EBITDA vor Sondereinflüssen) lagen zwischen 9 und 16 Prozent. Kleiner, aber lukrativer - mit einer operativen Marge von rund 20 Prozent in 2019 - waren die Segmente Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions, die unter anderem Produkte für Landwirtschaft, Reinigungs-, Pharma- oder Nahrungsmittelindustrie herstellen.

Doch die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren. Vor allem im ersten Halbjahr 2020 belastete die schwächere Nachfrage, insbesondere von Seiten der Automobilindustrie, eine der wichtigsten Kundengruppen von BASF. Im dritten Quartal hat der Konzern Restrukturierungsrückstellungen und hohe Wertberichtigungen - vor allem aufgrund der rückläufigen Nachfrage aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie - vorgenommen. Zuvor hatte BASF den Wert an der Beteiligung am Öl- und Gasunternehmen Wintershall korrigiert.

Für das Gesamtjahr 2020 präsentierte der Chemiekonzern ein vorläufiges Ergebnis von 3.560 Mio. Euro (EBIT vor Sondereinflüssen) und übertraf damit nicht nur die höchsten Analystenschätzungen, sondern auch die eigene Prognose. Noch im Oktober rechnete das BASF-Management mit 3,0 bis 3,3 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis für das Gesamtjahr 2020 wird jedoch gegenüber 2019 um 23 Prozent niedriger ausfallen. Der Umsatz liegt mit 59,15 Mrd. Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert von 59,32 Mrd. Euro.

Die jüngst veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal 2020 lassen die Börsianer auf eine nachhaltige Erholung hoffen. Als Alternative zu einem Direktinvestment in die Aktie können Anleger auch ein verzinstes Anlagezertifikatmit einem Risikopuffer wählen.

30,00 Euro Zinsen pro Periode bei Behauptung der 65-Prozent-Barriere

Das DekaBank BASF Express-Zertifikat Memory mit Airbag 05/2027 (WKN DK0ZUP) bietet bei sinkenden Tilgungsschwellen die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Nennbetrag von 1.000,00 Euro zuzüglich des entsprechenden Zinsbetrags von 30,00 Euro pro Periode. Entgangene Zinszahlungen können dank des Nachholeffekts (Memory-Funktion) nachträglich ausbezahlt werden. Liegt der Kurs an keinem der fünf Beobachtungstage über der jeweiligen Tilgungsschwelle ist bei Endfälligkeit im Mai 2027 eine maximale Auszahlung von 1.180,00 Euro je Zertifikat erreichbar, wenn der Aktienschlusskurs am Bewertungstag (07.05.2027) die Barriere in Höhe von 65,00 Prozent des Startwerts behauptet.

Wird die Barriere am Bewertungstag unterschritten, drohen Verluste. Denn statt des Nennbetrags wird in einem solchen Szenario Anlegern eine festgelegte Anzahl im Wert gesunkener BASF-Aktien übertragen. Die Anzahl der Aktien (Referenzanzahl) ergibt sich aus dem Basispreis, der ebenfalls bei 65,00 Prozent des Startwerts liegt (Airbag-Funktion). Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 22.02.2021 bis 12.03.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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