Zertifikate-Kolumne vom 12.01.2026.

Die Allianz zwischen Rekordgewinn und Klimarisiko.

Werbung. So wie die Türme der Deutschen Bank in Frankfurt prägend sind, so markant sind die Hochhäuser der Allianz am Mittleren Ring in München. Gegründet 1890, hat die Allianz bis heute zwei Weltkriege, diverse Währungsreformen und Finanzkrisen überstanden. Sie gehört zu Deutschland wie die Deutsche Bank oder Siemens und ist ein lebendiges Stück Wirtschaftsgeschichte. Und sie ist auch ein Symbol für Beständigkeit in einer Welt, die immer unberechenbarer wird. Aber wie gut ist sie auf die Zukunft vorbereitet, wenn Extremwetterereignisse zur neuen Normalität werden? Dürren, Hitzewellen, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Waldbrände – die Nachrichten waren wieder voll davon in 2025. War bzw. ist das ein Problem für die Allianz? Die jüngsten Quartalszahlen geben Antworten. Lassen Sie uns gemeinsam einen genaueren Blick auf die aktuelle Situation werfen…

Im dritten Quartal 2025 erzielte die Allianz ein operatives Ergebnis von 4,4 Milliarden Euro – fast 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich blieben 2,85 Milliarden Euro Nettogewinn für die Aktionäre, ein Plus von 15 Prozent. Nach neun Monaten steht der operative Gewinn bereits bei 13,1 Milliarden Euro. Vorstandschef Oliver Bäte hob deshalb die Jahresprognose an: Statt 15 bis 17 Milliarden Euro sollen es nun 17 bis 17,5 Milliarden werden. Der Hauptgrund für die starken Zahlen: Naturkatastrophen kosteten den Konzern „nur“ 60 Millionen Euro, nicht einmal ein Zehntel so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das Wetter spielte mit, und die Allianz kassierte kräftig. Doch die Allianz profitierte nicht nur vom Wetter.

Die Schaden- und Unfallsparte, das Herzstück des Geschäfts, lieferte im dritten Quartal ein operatives Ergebnis von 2,4 Milliarden Euro – über 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Preiserhöhungen im Schaden- und Unfallgeschäft trieben den Umsatz in den ersten neun Monaten allein durch höhere Prämiensätze um etwa vier Prozent nach oben. Die Strategie, mit Preiserhöhungen die inflationsbedingt steigenden Schadenssummen auszugleichen, zahlt sich aus. Auch die anderen Sparten liefen rund: Die Lebens- und Krankenversicherung steigerte ihren Gewinn im dritten Quartal um gut zwei Prozent.

Das Fondsgeschäft von Pimco und Allianz Global Investors (AGI) lieferte sechs Prozent mehr Gewinn ab. Besonders beeindruckend: Investoren schoben im Sommer netto 51 Milliarden Euro an frischem Geld in die Fonds der beiden Allianz-Töchter, davon allein 49 Milliarden bei Pimco. Ein enormer Vertrauensbeweis. Dieser kommt nicht von ungefähr. Im Sommer zog die Allianz einen Schlussstrich unter den milliardenschweren Anlageskandal bei AGI in den USA. Die US-Finanzaufsicht hob die Auflagen auf – sieben Jahre früher als ursprünglich gedacht. Pimco und die US-Lebensversicherungstochter können nun wieder frei agieren.

Doch trotz der starken aktuellen Zahlen bestehen die strukturellen Risiken für das Geschäftsmodell unverändert. Die Allianz ist einer der weltweit größten Sachversicherer und direkt exponiert gegenüber Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen. Was passiert, wenn 2026 wieder schwere Stürme oder Überschwemmungen kommen? Aber auch Regulatorik und politische Eingriffe (z.B. bei Wohngebäudeversicherungen) können sich negativ auf die Rendite auswirken. Und nicht zu vergessen: Die digitalen Wettbewerber setzen neue Maßstäbe im Massengeschäft bei Kosten, Geschwindigkeit und digitalem Kundenerlebnis.

Für Anlegende, die angesichts der unbeständigen Bedingungen mit einer extra Portion Gelassenheit investieren wollen, eröffnet unser neues Express-Zertifikat Relax auf Allianz mit 30 Prozent Risikopuffer eine interessante Möglichkeit, Chancen und Risiken bewusst auszubalancieren.

6 Prozent mögliche Zinsen pro Periode, vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit plus 30 Prozent Risikopuffer 
 
Das DekaBank Allianz Express-Zertifikat Relax 04/2032 (WKN DK1HH2) bietet die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro inklusive der Zinsen von 60 Euro pro Zinsperiode. Eine vorzeitige Rückzahlung findet statt, wenn der Schlusskurs der Allianz-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage auf oder über der Tilgungsschwelle notiert (erste Beobachtungs- bzw. Zinsperiode knapp 14 Monate, danach jeweils 12 Monate). Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im März 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 02.02.2026.
 
Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung, werden im April 2032 der maximal mögliche Zinsbetrag von 360 Euro plus 1.000 Euro Festbetrag ausgezahlt – allerdings nur, wenn die Allianz-Aktie am finalen Bewertungstag (25.03.2032) nicht unterhalb der Barriere von 70 Prozent des Startwerts schließt.

Eine Unterschreitung der Barriere am finalen Bewertungstag führt hingegen zu Verlusten. In einem solchen Negativszenario werden keine Zinsen gezahlt und anstelle des Festbetrags werden Allianz-Aktien – deren Kurs dann niedriger ist – zu 100 Prozent des Startwerts übertragen. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten: Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank drohen Verluste bis hin zum Totalverlust.

Die Zeichnung läuft vom 12.01.2026 bis 02.02.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

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Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.



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