Zertifikate-Kolumne vom 18.10.2021

DAX-Aufsteiger Qiagen: Biotechnologie made in Germany

Werbung. Können Unternehmen, die von der Pandemie stark profitieren, ihr hohes Wachstum in Zukunft beibehalten? Der DAX-Aufsteiger Qiagen war mit seinen Laborgeräten und Reagenzien in der Pandemie perfekt positioniert. Qiagen gilt – neben Roche – als führender Corona-Test-Anbieter. Doch die Börse hat die Zukunft im Visier, weshalb sich Investoren die Frage stellen müssen, wie es um die Ertragskraft des Unternehmens steht, wenn das Geschäft mit Covid-Tests eines Tages keine besondere Rolle mehr spielt.

Der Biotechnologiekonzern mit Firmensitz im niederländischen Venlo und der Konzernzentrale in Hilden bei Düsseldorf verfügt über ein breites Produktportfolio. Qiagen stellt sowohl Laborgeräte und -instrumente her, als auch das für die Durchführung von Tests erforderliche Verbrauchsmaterial (Chemikalien, Plastikmaterialien, etc.). Die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns kommen international und in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz: als Tests auf bestimmte Erkrankungen in der molekularen Diagnostik, in der akademischen Forschung, in der pharmazeutischen Entwicklung, der Forensik, der Tiermedizin oder der Lebensmittelkontrolle. Verbrauchsmaterialien sind die Hauptumsatzträger, im Geschäftsjahr 2020 betrug ihr Anteil an den Gesamterlösen rund 86 Prozent.

Für die Zukunft will sich Qiagen mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung rüsten, plant aber auch Zukäufe von Unternehmen. Im Blick hat der Diagnostik-Konzern, der selbst bereits mehrfach im Visier von Aufkäufern stand, dabei vor allem Firmen, mit denen er sein Test-Portfolio oder den Zugang zu Bioinformatik erweitern kann. Das sollte sich langfristig auszahlen, denn die Forschungsausgaben steigen weltweit. So soll zum Beispiel das staatliche Forschungsbudget der USA, dem international bedeutendsten Gesundheitsmarkt, 2022 um 14 Prozent wachsen. Davon dürften insbesondere die Bereiche Diagnostik und Früherkennung profitieren, die seit Ausbruch der Pandemie viel Beachtung finden. Geld für Übernahmen ist vorhanden, denn der Konzern verfügt über rund eine Milliarde Dollar Liquidität und generierte zuletzt einen sehr hohen Cash-Flow. Im ersten Halbjahr 2021 lag dieser bei knapp 200 Millionen Dollar. Bei einem Umsatz von gut 1,1 Milliarden Dollar in der ersten Jahreshälfte steigerte Qiagen den Ertrag im operativen Geschäft um 75 Prozent auf 325 Millionen Dollar, die bereinigte operative Marge kletterte von 31,9 Prozent auf stattliche 34,5 Prozent.

Da Qiagen am Covid-Testgeschäft prächtig verdient, die Nachfrage nach diesen aber aufgrund der gestiegenen Impfquoten nachlässt, müssen Investoren damit rechnen, dass das Gewinnwachstum mittelfristig nicht mehr im Tempo der vergangenen Quartale weitersteigt. Vor dem Hintergrund, dass der Aktienkurs bereits deutlich zugelegt hat, können Anleger mit einer positiven Markteinschätzung für Qiagen auch Anlagealternativen wie Aktienanleihen in Betracht ziehen. Denn diese bieten für einen überschaubaren Zeitraum attraktive Zinserträge und sind obendrein mit einem Risikopuffer bei Endfälligkeit ausgestattet.

3,80 Prozent p.a. Festzins und 15 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr

Die DekaBank 3,80 % Qiagen Aktienanleihe 11/2022 (WKN DK03LD) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 3,80 % p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die Qiagen-Aktie am Bewertungstag (03.11.2022) wenigstens auf oder über dem Basispreis (85,00 Prozent des Startwerts) schließen.

Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Qiagen-Aktien zu 85,00 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.

Die Zeichnung läuft vom 18.10.2021 bis 05.11.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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