Werbung. Geht es Ihnen auch so? Manchmal kommen sogar gleich mehrere Pakete mit dem freundlich lächelnden Amazon Pfeil bei uns an. In meiner Familie ist das leider keine Seltenheit. Bücher, Haushaltsartikel, Filzstifte, Schuhcreme, Partydekoration, Ladekabel – ein Spiegel des Alltags, voller kleiner Dinge, für die man früher mehrere Geschäfte hätte aufsuchen müssen. Während ich eines der Pakete auspacke, läuft in der Küche Musik aus dem smarten Lautsprecher Alexa. Abends wird Amazon oft zur digitalen Videothek – zugegeben, nicht immer zum Schnäppchenpreis. Doch ehe ich mich versehe, kaufe ich einen alten Film auf Prime Video, den ich längst kenne, aber genau heute gerne mal wieder sehen möchte. Und im Laufe des Tages arbeiten wir mit Dokumenten aus der Cloud – häufig über Amazon Web Services (AWS), was den wenigsten von uns bewusst ist.
Amazon ist also in unserem Alltag super präsent. Nicht aufdringlich, sondern eher wie Wasser und Strom – eine Infrastruktur, die einfach da ist. Das ist durchaus ambivalent und hinterlässt, wie ich finde, schon ein komisches Gefühl. Dennoch freue ich mich, dass wir Amazon erstmals überhaupt als Basiswert für ein Deka-Zertifikat haben. Lassen Sie uns also die Gelegenheit nutzen, diesen spannenden Konzern genauer unter die Lupe zu nehmen…
Amazon, 1994 als Online-Buchhandlung in einer Garage in Seattle gegründet, ist längst kein Onlinehändler mehr, bei dem man nur Bücher bestellen kann. Es ist ein Ökosystem aus Shopping, Streaming, Cloud-Diensten, Smart Home und mittlerweile sogar Satelliten-Internet. Amazon ist überall, und wir merken es kaum noch. Genau diese unsichtbare Omnipräsenz macht das Unternehmen so faszinierend und als Anlage so komplex. Denn während Amazon in unserem Alltag unverzichtbar scheint, hat die Börse den Konzern in den vergangenen Wochen deutlich abgestraft.
Der Grund? Amazon kündigte an, in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu investieren. Das ist mehr als alle anderen Tech-Giganten ausgeben wollen. Alphabet plant z.B. bis zu 185 Milliarden, Meta bis zu 135 Milliarden. Die Frage, die Anleger umtreibt, ist simpel und zugleich existenziell: Können diese gewaltigen Summen jemals zurückverdient werden?
„Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen“, brachte es ein Analyst anschließend auf den Punkt. Die Investorenstimmung hat sich seit dem KI-Boom von 2021 ins Gegenteil verkehrt. Was damals euphorisch bejubelt wurde, wird heute augenscheinlich kritisch hinterfragt. Der gesamte Markt verlangt Antworten darauf, ob sich die Ausgaben der Tech-Konzerne in Quartalen oder erst in Epochen auszahlen werden.
Amazon-Chef Andy Jassy bleibt derweil gelassen. Er betont, dass der Konzern auf lange Sicht mit einer profitablen Investition rechne. Und die Zahlen geben ihm durchaus recht: Die Cloud-Sparte AWS wuchs im vergangenen Quartal um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Konzernumsatz legte um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar zu, der Gewinn erreichte 21,2 Milliarden Dollar.
Parallel dazu läuft derweil eine andere Geschichte: Amazon baut massiv Stellen ab. Nach 14.000 angekündigten Kündigungen sollen nun weitere 16.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen. Personalchefin Beth Galetti spricht von Verschlankung der Bürokratie und mehr Eigenverantwortung. Konzernchef Jassy hatte bereits gewarnt, dass KI zu einem Rückgang der Belegschaft führen werde, da das Unternehmen immer mehr Abläufe automatisiere.
Das ist die Paradoxie von Amazon 2026: Ein Unternehmen, das gleichzeitig 200 Milliarden Dollar in die Zukunft investiert und 30.000 Menschen entlässt. Ein Konzern, der sich vom reinen Händler zum breit aufgestellten Internetriesen gewandelt hat und dabei seine DNA neu definiert. Von den 1,58 Millionen Mitarbeitern weltweit werden künftig weniger, aber diese in stärker auf KI ausgerichteten Teams arbeiten.
Für mich ist Amazon eine Investition auf lange Sicht. AWS ist der Cashflow-Motor und profitiert direkt vom KI-Boom. Das Handelsgeschäft läuft robust, das Streaming-Geschäft wächst, und die Integration all dieser Dienste in ein Ökosystem schafft eine Kundenbindung, von der viele andere nur träumen können. Die Frage ist, ob Amazon die Balance zwischen Investitionen und Profitabilität findet – und ob Anleger bereit sind, mehrere Jahre auf die Früchte zu warten. Nicht wenige Experten erwarten im nächsten Jahr erhöhte Ausgaben und mahnen zur Geduld: Der Kampf um die KI-Führungsrolle sei noch lange nicht ausgefochten, heißt es. Gleichzeitig wird zu bedenken gegeben, dass Teilemangel und Energieengpässe es fraglich erscheinen lassen, ob die angepeilten Summen überhaupt vollständig ausgegeben werden können.
Die aktuelle Nervosität der Anleger ist also durchaus verständlich und hält wahrscheinlich viele von einem Direktinvestment in die Aktie zurück. Für alle, die an das langfristige Potenzial glauben, aber nicht die volle Volatilität der Aktie tragen möchten, kann unser neues Amazon Express-Zertifikat Memory eine interessante Alternative sein. Es bietet eine strukturierte Möglichkeit, am Erfolg teilzuhaben – mit attraktiven Renditechancen und einem Risikopuffer, der die emotionale Achterbahnfahrt etwas dämpfen könnte.
6 Prozent Zinsen pro Periode bei Behauptung der 75-Prozent-Barriere
Das DekaBank Amazon Express-Zertifikat Memory mit Airbag 05/2032 (Quanto) (WKN DK1HX0) bietet die Möglichkeit von 6 Prozent Zinsen pro Periode sowie einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro. Vorzeitig wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der Amazon-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage (erste Beobachtungs- und auch Zinsperiode 14 Monate, danach jeweils 12 Monate) auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im Mai 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 23.03.2026.
Während die Tilgungsschwelle entscheidend für den Zeitpunkt der Rückzahlung ist, bestimmt die Barriere von 75 Prozent des Startwerts über die Zinszahlung. Der erzielbare Zinsbetrag wird automatisch überwiesen, wenn die Aktie am jeweiligen Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere schließt. Die Memory-Funktion ermöglicht zudem, dass ausgefallene Zinszahlungen an den folgenden Beobachtungsterminen nachgeholt werden können, wenn die Barriere dann behauptet wird.
Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung und wird die Barriere am finalen Bewertungstag (19.05.2032) nicht unterschritten, erfolgt im Mai 2032 die Auszahlung des Festbetrags in Höhe von 1.000 Euro. Anderenfalls drohen Verluste. Statt des Festbetrags erhalten Anlegende eine Rückzahlung entsprechend der negativen Wertentwicklung der Amazon-Aktie im Verhältnis zum Basispreis (Airbag-Funktion), der wie die Barriere ebenfalls bei 75 Prozent des Startwerts liegt. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Festbetrags drohen würden.
Die Zeichnung läuft vom 02.03.2026 bis 23.03.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro, inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.
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