Werbung. Manchmal beginnt eine große Industriegeschichte erstaunlich unspektakulär: nämlich in einem undichten Schuppen. Dort, im niederländischen Veldhoven, nahe Eindhoven, nahm 1984 ASM Lithography den Betrieb auf. Philips und ASM International hatten das Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um eine von Philips entwickelte Maschine zur Belichtung von Siliziumscheiben zu vermarkten. Das Ziel klang damals nüchtern: bessere Anlagen für die Chipfertigung. Doch in diesem unscheinbaren Anfang steckte eine Idee mit langem Atem – denn je kleiner die Strukturen auf einem Chip werden, desto präziser muss das Licht geführt werden, das sie erzeugt. Aus dem kleinen Vorhaben wurde ASML, heute ein Schlüsselunternehmen der Halbleiterindustrie.
Mich fasziniert an dieser Geschichte der Kontrast: Ein Werkzeug, das kaum jemand außerhalb der Branche kennt, hilft mit, die Geräte und digitalen Dienste unseres Alltags möglich zu machen. Und die Entwicklung ist keineswegs abgeschlossen. Deshalb lohnt sich mal wieder ein genauer Blick auf den niederländischen Anlagenbauer…
Bei Lithografiesystemen für die fortschrittliche Chipfertigung ist ASML der unangefochtene Weltmarktführer. Bei EUV-Systemen, die besonders feine Strukturen auf Silizium belichten, ist das Unternehmen derzeit der einzige Anbieter. Das ist eine außergewöhnliche Marktstellung – beinahe ein Quasi-Monopol in einem technologisch entscheidenden Segment. Zu den Kunden zählt das Who‘s who der Branche: von TSMC über Samsung bis zu Intel. Rund 44.000 Beschäftigte arbeiten an mehr als 60 Standorten, an der Spitze steht Christophe Fouquet. Weil zwischen Bestellung und Auslieferung der Anlagen mehr als ein Jahr liegt, gelten die Zahlen des Konzerns auch als Fenster in die Pläne der Chiphersteller.
ASML hat am 14. Oktober ein Rekordquartal gemeldet: Im dritten Quartal setzte der Konzern 11,7 Milliarden Euro um und erzielte 5,0 Milliarden Euro Nettogewinn. Besonders kräftig war das Geschäft mit Wartung und Verbesserungen bereits installierter Anlagen. Dieser Bereich brachte 3,3 Milliarden Euro ein – ein Hinweis darauf, dass ASML nicht nur beim Verkauf neuer Maschinen verdient, sondern seine Kunden auch über den gesamten Betrieb hinweg begleitet. Die Bruttomarge lag bei 57,5 Prozent.
Für das Gesamtjahr rechnet ASML nun mit 44 bis 45 Milliarden Euro Umsatz. Im Schlussquartal sollen 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro zusammenkommen. Als wichtige Treiber nennt das Management den Ausbau von Rechenzentren und die Nachfrage nach leistungsfähigeren Chips, unter anderem für KI-Anwendungen. Die Perspektive ist vielversprechend: Je komplexer die Chips werden, desto wichtiger wird die Präzision der Fertigung – und damit die Lithografie.
Die starke Stellung bringt allerdings auch eine praktische Herausforderung mit sich: Kapazität. Im Oktober erklärte ASML, die bisher geplanten Produktionssteigerungen dürften nicht ausreichen, um die erwartete Kundennachfrage für 2027 und 2028 zu bedienen; einige Kunden wollen bereits für 2029 und 2030 bestellen. Der Konzern prüft daher weitere Ausbaumöglichkeiten. Diese Zahlen bleiben auch an der Börse nicht ohne Folgen: Mit einem Börsenwert von rund 560 Milliarden Euro liegt ASML im EURO STOXX 50 klar an der Spitze. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand SAP mit etwa 235 Milliarden Euro.
Technologisch investiert ASML zudem in die nächste Generation der EUV-Lithografie, bekannt als High-NA. Sie soll noch feinere Strukturen ermöglichen, ist aber aufwendig und teuer. Ob und wie schnell Kunden sie in großem Maßstab einsetzen, bleibt ein wichtiger Prüfstein. Hinzu kommen Exportbeschränkungen und die typischen Schwankungen einer Branche, deren Investitionen stark von Erwartungen an die Chipnachfrage abhängen.
Trotz dieser Risiken ist ASML ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Europa bei Zukunftstechnologien nicht unterschätzt werden sollte. Der Konzern sitzt an einem zentralen Punkt der Halbleiterkette und verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung mit industrieller Umsetzung. Seine Marktstellung ist außergewöhnlich; sie macht ASML aber nicht immun gegen Verzögerungen, politische Vorgaben oder wechselnde Investitionszyklen. Die wichtigste Frage ist sicher, ob es ASML schafft, seine Kapazitäten an die Nachfrage anzupassen, und das auch ohne qualitative Abstriche.
Für Anlegende ist es daher aktuell eine Frage der Abwägung, ob sie vor dem Hintergrund der Kapazitätsengpasse bei den bereits starken Kurssteigerungen in diesem Jahr mit weiteren Kursanstiegen rechnen oder eher etwas abwarten möchten. Für Letztere haben wir vielleicht eine Alternative: unsere neue Aktienanleihe auf ASML. Sie bietet bei einer Laufzeit von einem Jahr und mit einem Risikopuffer von 25 Prozent eine Verzinsung von 7,25 Prozent.
7,25 Prozent Zinsen bei 25 Prozent Risikopuffer
Die DekaBank 7,25 % ASML Aktienanleihe 11/2027 (WKN DK1LJ2) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 7,25 Prozent p.a. bezogen auf den Nennbetrag von 1.000 Euro. Die Zinsen gibt es auf jeden Fall. Damit aber die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss der Schlusskurs der ASML-Aktie am Bewertungstag (19.11.2027) mindestens 75 Prozent des Startwerts betragen. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 23.11.2026. Damit bietet die Aktienanleihe einen Risikopuffer von 25 Prozent.
Liegt der Schlusskurs der ASML-Aktie jedoch darunter, drohen Verluste bei der Rückzahlung. In diesem Fall wird nicht der Nennbetrag von 1.000 Euro ausgezahlt. Anlegende erhalten stattdessen ASML-Aktien – dabei „zahlen“ sie den Basispreis von 75 Prozent des Startwerts, wobei der Gegenwert der Aktie zu diesem Zeitpunkt geringer ist. Zudem sollten Sie bedenken, dass eine Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko unterliegt. Im Klartext heißt das, dass im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Betrags drohen.
Die Zeichnung läuft vom 26.10.2026 bis 23.11.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.
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