Zertifikate-Kolumne vom 23.03.2026.

BASF: Der stille Riese am Rhein.

Werbung. Es ist eigentlich nur ein ganz beliebiger Tag – trotzdem steckt mein Alltag voller kleiner Routinen: Morgens Zähneputzen, danach ins Auto zur Arbeit. Abends – ganz im Sinne meiner guten Frühlings-Vorsätze – ein frischer, gesunder Tomatensalat, bevor die Spülmaschine läuft. So alltäglich, so normal. Und doch: Selbst an einem gewöhnlichen Tag bin ich nicht „allein“ unterwegs. BASF begleitet mich fast überall – in der Zahnpasta-Tube, im Kunststoff des Armaturenbretts, im Dünger der Tomaten und im Klarspüler. Es ist bemerkenswert – und irgendwie freundlich –, wie sich BASF unauffällig und zuverlässig in unser Leben einfügt. Gerade deshalb fällt es umso mehr ins Gewicht, dass der Traditionskonzern derzeit als Sorgenkind der deutschen Wirtschaft gilt – die aktuellen Herausforderungen sind in den Medien allgegenwärtig. Lassen Sie uns mal wieder einen aktuellen Blick auf das Unternehmen werfen…

Der Konzern aus Ludwigshafen ist mit derzeit 59,7 Milliarden Euro Umsatz der weltweit größte Chemiekonzern – und gleichzeitig einer der am wenigsten verstandenen DAX-Riesen. Von Kunststoffen über Agrochemie bis zu Beschichtungen und Spezialchemikalien – BASF liefert die unsichtbaren Bausteine unserer modernen Welt. Doch genau diese breite Aufstellung, die BASF so faszinierend macht, wird derzeit zur Herausforderung. Denn der Konzern kämpft mit massiven Problemen.

Die Zahlen für 2025 sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz schrumpfte um 3 Prozent, das operative Ergebnis (EBITDA) sank um knapp 10 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Kostendruck, hohe Energiepreise und eine zu geringe Auslastung am Stammwerk in Ludwigshafen belasten den weltgrößten Chemiekonzern. Unter dem Strich stieg zwar der Gewinn von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro – aber nur dank eines Sondereffekts aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittel-Geschäfts.

BASF-Chef Markus Kamieth blickt vorsichtig in das laufende Jahr. Für 2026 peilt der DAX-Konzern ein EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Die Dividende will der Vorstand mit 2,25 Euro je Aktie stabil halten. Es ist ein Signal an die Aktionäre, dass man trotz der Herausforderungen verlässlich bleibt. Gleichzeitig hat BASF mehrere Sparprogramme aufgelegt, inklusive Stellenabbau. Eine Vereinbarung schließt jedoch betriebsbedingte Kündigungen im Stammwerk Ludwigshafen bis Ende 2028 aus – mit 33.000 Mitarbeitern arbeitet ein Drittel der Belegschaft in der Pfalz.

Was macht BASF trotz dieser Herausforderungen interessant? Die Stärken des Konzerns sind beeindruckend: die Verbundproduktion mit ihren Skaleneffekten - eine geniale Idee aus dem 19. Jahrhundert, die Kosten senkt und Effizienz maximiert.  Marktführerpositionen in vielen chemischen Wertketten, eine starke Position in der Agrochemie als Nummer drei weltweit, langfristige Kundenbeziehungen und globale Präsenz. BASF ist ein BIP-Proxy für die globale Wirtschaft – wenn die Konjunktur anzieht, profitiert der Konzern überproportional. Megatrends wie Mobilität, Energieeinsparung und Wachstum in Schlüsselmärkten wie Autos, Elektronik und Bau spielen BASF langfristig in die Karten.

Die Risiken sind allerdings ebenso real: Eine Konjunkturabkühlung belastet die Nachfrage nach chemischen Grundstoffen direkt, Rohstoffvolatilität drückt auf die Margen, und die komplexe Verbundproduktion lässt sich nicht von heute auf morgen anpassen. Zudem macht die Joint-Venture-Struktur in Asien Kostenoptimierung schwieriger, und der Zugang zu preisgünstigen Rohstoffen ist begrenzt. Die Korrelation zur Konjunktur führt dazu, dass die Aktie empfindlich auf makroökonomische Entwicklungen reagiert. BASF ist somit ein Investment für Anlegende, die auf die deutsche Chemieindustrie und die globale Konjunkturerholung setzen. Der Konzern hat seit mehr als 150 Jahren Konjunkturzyklen überstanden, so hoffentlich auch diesen.

Für alle, die durchaus an die Stärke des Ludwigshafener Chemieriesen glauben, aber aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten auf Sicht eher vorsichtiger agieren möchten, könnte unser neues BASF Express-Zertifikat Memory mit 60 Prozent Risikopuffer eine interessante Alternative sein.

6,2 Prozent Zinsen pro Periode bei Behauptung der 60-Prozent-Barriere

Das DekaBank BASF Express-Zertifikat Memory mit Airbag 06/2032 (WKN DK1H42) bietet die Möglichkeit von 6,2 Prozent Zinsen pro Periode sowie einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro. Vorzeitig wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der BASF-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage (erste Beobachtungs- und auch Zinsperiode 14 Monate, danach jeweils 12 Monate) auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im Juni 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 13.04.2026.

Während die Tilgungsschwelle entscheidend für den Zeitpunkt der Rückzahlung ist, bestimmt die Barriere von 60 Prozent des Startwerts über die Zinszahlung. Der erzielbare Zinsbetrag wird automatisch überwiesen, wenn die Aktie am jeweiligen Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere schließt. Die Memory-Funktion ermöglicht zudem, dass ausgefallene Zinszahlungen an den folgenden Beobachtungsterminen nachgeholt werden können, wenn die Barriere dann behauptet wird.

Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung und wird die Barriere am finalen Bewertungstag (09.06.2032) nicht unterschritten, erfolgt im Juni 2032 die Auszahlung des Festbetrags in Höhe von 1.000 Euro. Anderenfalls drohen Verluste. Statt des Festbetrags wird Anlegenden in diesem Fall eine festgelegte Anzahl im Wert gesunkener BASF-Aktien übertragen. Die Airbag-Funktion definiert die Anzahl der Aktien (Referenzanzahl), diese ergibt sich auf Grundlage des Basispreises, der wie die Barriere ebenfalls bei 60 Prozent des Startwerts liegt. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Festbetrags drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 23.03.2026 bis 13.04.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro, inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

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Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.



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