Zertifikate-Kolumne vom 30.11.2020

Adidas wieder mit zweistelliger Marge

Werbung. Die zweite Corona-Welle belastet die Wirtschaft in vielen Ländern und lässt auch global agierende Sportartikelhersteller wie Adidas nicht unberührt. Pandemiebedingte Beschränkungen und Ladenschließungen trüben die Aussichten auf das Weihnachtsquartal. Immerhin erwarten die Herzogenauracher in China trotz der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr eine Rückkehr zum Wachstum. Zudem boomt der Internet-Handel. Im Rahmen seiner Digitalisierungsoffensive hat der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted diesen margenstarken Vertriebsweg schon lange vor Corona in den Fokus gerückt. Insgesamt erwartet das Management aber für das laufende vierte Quartal einen Umsatzrückgang zum Vorjahr im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Kasper Rorsted räumte zuletzt ein, dass „die aktuelle Verschlimmerung der Pandemie in vielen Regionen der Welt erneut unsere Geduld und Unterstützung" erfordert. Im Dreimonatszeitraum Oktober bis Dezember soll das Betriebsergebnis 100 bis 200 Mio. Euro erreichen (Vorjahr 245 Mio. Euro). Auch hierfür setzt das Management allerdings voraus, dass weltweit mehr als neun von zehn Adidas-Geschäfte geöffnet bleiben.
 
Im abgelaufenen dritten Quartal gingen die Umsätze im Vorjahresvergleich um sieben Prozent auf rund sechs Milliarden Euro zurück. Bereinigt um negative Währungseinflüsse betrug das Minus lediglich drei Prozent. Dem eigenen Einzelhandel gelang es hierbei erneut, auch in der Krise mit einer Rate von währungsbereinigt 13 Prozent zu wachsen. Im E-Commerce kletterte der Quartalsumsatz sogar um währungsbereinigt 51 Prozent. Das Betriebsergebnis von 794 Mio. Euro lag knapp zwölf Prozent unter dem Vorjahresniveau, übertraf damit aber die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Insbesondere gegenüber dem vorhergehenden zweiten Quartal handelte es sich um eine drastische Verbesserung im Umfang von 1,1 Mrd. Euro, weil Adidas wegen des Frühjahrs-Lockdowns in die roten Zahlen gerutscht war. Nun konnte das Management wieder eine zweistellige operative Marge in Höhe von 13,3 Prozent melden.
 
Die Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen für den Zeitraum Juli bis September verknüpfte das Management mit der Bekanntgabe, dass ein Konsortialkredit der staatlichen KfW-Bank zur Überbrückung der Corona-Krise zurückgezahlt wurde.
 
Die Adidas-Aktie hat während des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 drastische Kursrückschläge erlitten. Ein großer Teil dieser Verluste wurde mittlerweile zwar wieder aufgeholt, aber die Volatilitäten sind im Vergleich zur Vorkrisenzeit weiterhin erhöht. Dies begünstigt die Konditionen von Investmentalternativen wie Aktienanleihen. Hier eröffnen sich Gelegenheiten für Anleger, die grundsätzlich eine positive Einschätzung für Adidas teilen, ein Direktinvestment in die Aktie aber scheuen und ihre Strategie mit Festzins sowie endfälligem Puffer umsetzen möchten.
 
3,25 Prozent p.a. Festzins und 15 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr
 
Die DekaBank 3,25 % Adidas Aktienanleihe 12/2021 (WKN DK0YM4) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 3,25 % p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die Adidas-Aktie am Bewertungstag (16.12.2021) wenigstens auf oder über dem Basispreis (85,00 Prozent des Startwerts) schließen.
 
Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Adidas-Aktien zu 85,00 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.
 
Die Zeichnung läuft vom 30.11.2020 bis 18.12.2020, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

Masri_3_960x960.jpg

Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




Scope_Rating_300x110.png
Rating vom 16.10.2020

Jetzt mehr erfahren



Weitere Beiträge:

Disclaimer:
Die hierin enthaltenen Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des Finanzinstruments dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Diese Werbeinformation enthält nicht alle relevanten Informationen zu diesem Finanzinstrument. Vor einer Anlageentscheidung in Zertifikate wird potentiellen Anlegern empfohlen den Wertpapierprospekt zu lesen, um die potentiellen Risiken und Chancen der Anlageentscheidung vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Der Wertpapierprospekt und eventuelle Nachträge können unter https://www.deka.de/deka-gruppe/wertpapierprospekte unter dem Reiter „EPIHS-I-20“, die Endgültigen Bedingungen unter https://mmscache.deka.de/DE000DK0YM46_FT.pdf heruntergeladen werden. Sämtliche Wertpapierinformationen sowie das aktuelle Basisinformationsblatt sind ebenfalls bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale (www.deka.de), 60625 Frankfurt kostenlos erhältlich. Sie sind im Begriff ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.
 
Sollten Kurse / Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse / Preise. Die hier genannten Werte dienen der Erläuterung des Auszahlungsprofils dieses Finanzinstruments. Die Werte sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
 
Verkaufsbeschränkung: Auf besondere Verkaufsbeschränkungen und Vertriebsvorschriften in den verschiedenen Rechtsordnungen wird hingewiesen. Insbesondere dürfen die hierin beschriebenen Finanzinstrumente weder innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika noch an bzw. zugunsten von U.S.-Personen zum Kauf oder Verkauf angeboten werden.