Zertifikate-Kolumne vom 13.04.2026.

ASML: Der unsichtbare Gigant hinter dem KI-Boom.

Werbung. Ich war mal wieder beruflich unterwegs mit der Deutschen Bahn. Auf der Zugfahrt scrollte ich durch meinen Newsfeed, wählte mich in einen Video-Call über die Teams-App ein und beantwortete anschließend noch aktuelle E-Mails. Alles auf einem Smartphone, das kaum größer ist als meine Hand. Wie selbstverständlich wir alle diese Technologie nutzen. Milliarden von Transistoren auf einem winzigen Chip, die in Sekundenbruchteilen komplexeste Berechnungen durchführen. Und hinter all dieser Miniaturisierung, hinter jedem modernen Prozessor steckt ein Unternehmen, das wahrscheinlich nur die Tech-affinen unter uns kennen: Der ASML-Konzern aus den Niederlanden. Weniger laut als Nvidia, weniger glamourös als Apple, aber technologisch unverzichtbar. Das Unternehmen ist im Chipgeschäft nicht der Goldsucher. Es verkauft die „feinsten Schaufeln der Welt“. Schauen wir uns das doch mal genauer an…

ASML ist der einzige Hersteller weltweit, der Extrem-Ultraviolett-Lithografie-Geräte produziert. Diese EUV-Maschinen sind unverzichtbar für die Produktion modernster Mikrochips mit immer kleineren Strukturen und höherer Leistung. Ohne ASML gäbe es keine KI-Beschleuniger von NVIDIA, keine modernen Prozessoren von Intel, keine Chips von TSMC. Das Unternehmen hat ein technologisches Monopol – und profitiert massiv vom aktuellen KI-Boom.

Die Zahlen für das Schlussquartal 2025 belegen das eindrucksvoll: ASML steigerte die Erlöse von rund 7,5 Milliarden Euro im Vorquartal auf 9,7 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,2 Prozent. Noch beeindruckender war der Auftragseingang: ASML holte Neugeschäft im Wert von fast 13,2 Milliarden Euro herein. Analysten hatten mit etwa der Hälfte gerechnet.

Für 2026 peilt ASML Umsätze von 34 bis 39 Milliarden Euro an, bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. 2025 summierten sich die Erlöse auf knapp 32,7 Milliarden Euro. Zudem kündigte das Unternehmen an, bis Ende 2028 eigene Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro zurückzukaufen. Das ist ein klares Signal an die Aktionäre. Gleichzeitig kündigte ASML eine Straffung in der Technologie- und IT-Organisation an, die zu einem Abbau von netto rund 1.700 Stellen führen könnte, vor allem in den Niederlanden, aber auch in den USA.

NVIDIA-Chef Jensen Huang bezeichnete kürzlich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos den Ansturm auf den Bau von KI-Rechenzentren als den größten Infrastrukturausbau in der Geschichte der Menschheit. In den kommenden Jahren seien zusätzliche Investitionen von Billionen US-Dollar erforderlich. Der ASML-Konzern steht im Zentrum dieser Revolution. Ohne die EUV-Maschinen aus den Niederlanden ist dieser Ausbau schlicht nicht möglich.

Der eigentliche Zauber steckt aber in der nächsten Technologiestufe. ASML meldete Ende Februar, dass seine High-NA-EUV-Systeme technisch bereit für die Hochvolumenfertigung seien; die Maschinen haben bereits 500.000 Wafer verarbeitet. Mitte März bekam das belgische Forschungszentrum imec eines dieser seltenen Systeme im Wert von rund 400 Millionen Dollar. Die Branche rechnet damit, dass High-NA ab 2027 in der Produktion von KI-Logikchips und High-Bandwidth-Memory eine wichtige Rolle spielen wird. Genau hier liegt für mich die große ASML-Story: Nicht nur vom aktuellen KI-Boom zu profitieren, sondern auch die nächste Ausbaustufe der Chipwelt zu monetarisieren.

Die Risiken sind allerdings auch real: China blieb 2025 mit 33 Prozent des Umsatzes der größte Einzelmarkt, doch für 2026 erwartet das Management dort nur noch rund 20 Prozent. Hintergrund sind die bekannten Exportbeschränkungen. Gerade erst sorgte in Washington ein neuer Gesetzesvorstoß für Nervosität, der Verkäufe und Service für bestimmte Systeme nach China weiter einschränken könnte; die ASML-Aktie geriet daraufhin unter Druck. Außerdem bestehen Risiken, dass ASML seine Produktionskapazitäten nicht schnell genug hochfahren kann, um die Nachfrage zu bedienen.

Aber ASML ist nicht irgendein Profiteur des Halbleiterzyklus, sondern die vielleicht edelste Form davon: ein technologischer Schlüsselspieler mit enormen Eintrittsbarrieren, hoher Preismacht, steigenden Serviceerlösen und einer Langfristperspektive. Wer an mehr Rechenleistung, mehr KI und mehr Halbleiterkomplexität glaubt, kommt an ASML kaum vorbei.

Die Aktie reagiert empfindlich auf Stimmungsschwankungen im Tech-Sektor. Unser neues ASML Express-Zertifikat Memory mit Airbag ist daher eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie. Hier haben Sie die Chance, Preisschwankungen der Aktie in attraktive Zins-Zahlungen umzuwandeln. Zudem ist es mit einem Risikopuffer von 40 Prozent ausgestattet. Sollte die Erfolgsstory unverändert weiterlaufen, können Sie dank einer dann vorzeitig ausgelösten Rückzahlung immer noch ein Direktinvestment in Betracht ziehen.

8,8 Prozent Zinsen pro Periode bei Behauptung der 60-Prozent-Barriere

Das DekaBank ASML Express-Zertifikat Memory mit Airbag 07/2032 (WKN DK1JBQ) bietet die Möglichkeit von 8,8 Prozent Zinsen pro Periode sowie einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro. Vorzeitig wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der ASML-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage (erste Beobachtungs- und auch Zinsperiode 14 Monate, danach jeweils 12 Monate) auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im Juni 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 04.05.2026.

Während die Tilgungsschwelle entscheidend für den Zeitpunkt der Rückzahlung ist, bestimmt die Barriere von 60 Prozent des Startwerts über die Zinszahlung. Der erzielbare Zinsbetrag wird automatisch überwiesen, wenn die Aktie am jeweiligen Beobachtungstag auf oder oberhalb der Barriere schließt. Die Memory-Funktion ermöglicht zudem, dass ausgefallene Zinszahlungen an den folgenden Beobachtungsterminen nachgeholt werden können, wenn die Barriere dann behauptet wird.

Anderenfalls drohen Verluste. Statt des Festbetrags erhalten Anlegende eine Rückzahlung entsprechend der negativen Wertentwicklung der ASML-Aktie im Verhältnis zum Basispreis (Airbag-Funktion), der wie die Barriere ebenfalls bei 60 Prozent des Startwerts liegt. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Festbetrags drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 13.04.2026 bis 04.05.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung der Zeichnungsfrist. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro, inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

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Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.



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