Zertifikate-Kolumne vom 24.01.2022

Linde: Der Wasserstoff, aus dem die Gewinne sind

Werbung. In welcher Stadt hat wohl das wertvollste Unternehmen im Deutschen Aktienindex seinen Sitz? In Walldorf, in München oder doch in Wolfsburg? Die Antwort überrascht und irritiert zugleich: In keiner dieser drei Städte und interessanterweise auch nirgendwo sonst in Deutschland ist das höchstkapitalisierte DAX-Unternehmen zuhause, wobei München zumindest in den letzten Jahren die Heimat war. Stattdessen hat der aktuelle Index-Primus mit einer Marktkapitalisierung von knapp 150 Mrd. Euro seinen Sitz im irischen Dublin und seine operative Zentrale im britischen Guildford, die Linde plc.

Entstanden ist dieses spannende wie ungewöhnliche Konstrukt im Jahr 2018 durch eine Fusion der deutschen Linde AG mit ihrem US-amerikanischen Konkurrenten Praxair, der wiederum 1907 von Carl von Linde selbst als Linde Air Products und US-amerikanische Niederlassung gegründet worden war, dann aber im Ersten Weltkrieg konfisziert wurde. Linde ist seit dem Zusammenschluss der größte Industriegaselieferant der Welt und in über 100 Ländern vertreten. Die wichtigsten Produkte des Unternehmens sind atmosphärische Gase (u. a. Sauerstoff, Stickstoff und Argon) und Prozessgase (u. a. Wasserstoff, Kohlendioxid und Helium) sowie Ausrüstungen für die Herstellung von Industriegasen. Linde beliefert dabei eine Vielzahl von Endmärkten, darunter die chemische Industrie, die verarbeitende Industrie, das Gesundheitswesen sowie die Stahlindustrie.

Im Jahr 2020 erwirtschaftete man einen Umsatz von rund 27,2 Mrd. US-Dollar, musste damit jedoch coronabedingt einen Rückgang gegenüber dem ersten konsolidierten Geschäftsjahr 2019 der neuen Linde plc verkraften. Trotzdem gelang es, den Gewinn und damit auch die Netto-Marge zu steigern. Von 8,1 Prozent stieg diese auf 9,2 Prozent. Und das ist bei weitem noch nicht das Ende, denn in den ersten drei Quartalen 2021 liegt man bei einer Netto-Marge von 12,5 Prozent auf den Umsatz und erhöhte Ende Oktober zum bereits dritten Mal im Jahr 2021 die Gewinnprognose.

Grund dafür war auch der im dritten Quartal stark gestiegene Auftragsbestand, der um 80 Prozent auf 13,4 Mrd. US-Dollar zulegen konnte. Besonders zahlreich waren die Aufträge beim Anlagenbau. Dort stiegen die Bestellungen auf 6,6 Mrd. US-Dollar, die auch einen Rekordauftrag vom russischen Erdgaskonzern Gazprom beinhalten, für den Linde eine Gasverarbeitungsanlage und eine Anlage für Flüssiggas bauen wird.

Für defensive Anleger, die im geopolitisch derzeit durchaus anspruchsvollen Umfeld Investmentchancen nutzen wollen, ein Direktinvestment in die Linde-Aktie jedoch scheuen, können Express-Zertifikate Relax eine Anlagealternative darstellen. Diese Papiere stellen Zinserträge in Aussicht und sind mit einem Risikopuffer ausgestattet, der zum Ende der Laufzeit das Investmentrisiko begrenzt. Obendrein ist eine Rückzahlung vor dem Ende der Laufzeit möglich. 

3,5 Prozent Zinsen pro Periode bei vorzeitiger Rückzahlung und 35 Prozent finaler Puffer

Das DekaBank Linde Express-Zertifikat Relax 04/2028 (WKN DK04LE) bietet bei sinkenden Tilgungsschwellen die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zuzüglich des maßgeblichen Zinsbetrags in Höhe von 35,00 Euro je Periode. Vor dem Ende der Laufzeit wird das Zertifikat zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs der Linde-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage auf oder über der Tilgungsschwelle notiert. Die Tilgungsschwelle liegt 2023 bei 100 Prozent und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent im Jahr 2027. Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung, erfolgt bei Endfälligkeit im April 2028 die Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich des maximalen Zinsbetrags von 210,00 Euro je Zertifikat, wenn der Aktienschlusskurs am Bewertungstag, dem 06.04.2028, die Barriere (65,00 Prozent des Startwerts) mindestens behauptet.

Eine Barrierenunterschreitung am Bewertungstag führt hingegen zu Verlusten. In einem solchen Negativszenario werden keine Zinsen gezahlt und an den Anleger werden statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Linde-Aktien zu 100 Prozent des Startwerts übertragen. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 24.01.2022 bis 11.02.2022, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 29.10.2021

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