Zertifikate-Kolumne vom 16.02.2026.

SAP: Zwischen Panik und Potenzial.

Werbung. Wenn ich an SAP denke, habe ich sofort dieses charmante deutsche Paradoxon vor Augen: Ausgerechnet aus dem beschaulichen Walldorf - einem Ort, der eher nach Schrebergarten als nach Silicon Valley klingt - kommt Europas wertvollste Softwareschmiede. Und ganz ehrlich: Ich mag diese Geschichte. Während andere Tech-Konzerne sich gerne in Visionen verlieren, hat SAP jahrzehntelang das gemacht, was im Alltag wirklich zählt: Rechnungen, Lieferketten, Personal, Produktion. Nicht sexy, aber unverzichtbar. Es ist ein bisschen wie bei einer guten Kaffeemaschine: Erst wenn sie streikt, merkt man, wie abhängig man von ihr ist jeden Tag. Genau dieses „unsichtbare Rückgrat“ ist SAP für unzählige Unternehmen weltweit. Die spannende Frage lautet: Kann SAP aus seiner Pflicht auch wieder eine Kür machen und die hohen Erwartungen, die am Kapitalmarkt an das Unternehmen gestellt werden, erfüllen? Trotz starker Profitabilität rauschte die SAP-Aktie nach Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Januar in den Keller. Lassen sie uns einen Blick darauf werfen, was hier passiert ist und warum genau jetzt ein interessanter Zeitpunkt sein könnte, in eine Aktienanleihe auf SAP zu investieren….

SAP konnte gegen Jahresende nicht so viele Cloud-Verträge abschließen wie erhofft. Der Vertragsbestand, eine zentrale Kennzahl für künftige Umsätze, verfehlte auf Sicht von zwölf Monaten die Erwartungen um einen Prozentpunkt. Das klingt nach wenig, aber Investoren reagieren empfindlich auf solche Zahlen. Dazu kommt die generelle Nervosität im Software-Sektor. Die Ironie dabei: Während Anleger aus Softwarewerten in KI-Chip-Hersteller wie Nvidia oder ASML umschichten, übersehen sie einen wesentlichen Fakt. SAP-Chef Christian Klein brachte es auf den Punkt: „Am Ende wird viel Wertschöpfung über die mit den Chips genutzte Software erwirtschaftet.“ SAP Business AI ist bereits in zwei Dritteln aller Cloud-Vertragsabschlüsse im vierten Quartal enthalten. KI ist also längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Realität.

Die Zahlen sprechen hier für sich: 2025 steigerte SAP den Umsatz auf 36,8 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um 28 Prozent auf 10,4 Milliarden zu, der Nettogewinn mehr als verdoppelte sich auf 7,5 Milliarden Euro. Für 2026 plant das Unternehmen ein Cloud-Umsatzwachstum von 23 bis 25 Prozent und will die operative Marge weiter ausbauen.

Was SAP auszeichnet, ist die Beständigkeit der installierten Basis. Mehr als 84 Prozent des Umsatzes stammen aus Support und Subskriptionen. Das bedeutet Planbarkeit und Verlässlichkeit. Die Migration vom klassischen ERP-System in die Cloud bietet enorme Cross-Selling-Potenziale, und die solide Bilanz lässt Spielraum für strategische Zukäufe. Um die Aktionäre bei Laune zu halten, hat SAP ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu zehn Milliarden Euro über zwei Jahre angekündigt. Davon fließen rund 1,5 bis 2 Milliarden jährlich in das aktienbasierte Vergütungssystem, der Rest geht an die Aktionäre. Und dann gab es noch Meldungen über Insiderkäufe bei SAP. Vorstände kauften nach dem Kurssturz eigene Aktien und das nicht zu knapp. Wer kennt die Zukunft eines Unternehmens besser als das eigene Management?

Natürlich gibt es auch Herausforderungen für SAP: Das Wettbewerbsumfeld in der Cloud ist intensiv, und die Sorge vor KI-Disruption durch neue, KI-native Anbieter ist nicht generell von der Hand zu weisen. Die Kundenzufriedenheit bei fest installierter Software hat nachgelassen, und amerikanische Wettbewerber könnten an Dynamik gewinnen. Auch die Margendifferenz zwischen Cloud- und Support-Geschäft bleibt eine Herausforderung.

Fakt ist, dass SAP ein sehr profitables Unternehmen und ein Schwergewicht im DAX ist und die fundamentalen Stärken des Unternehmens sind intakt. Wir haben grundsätzlich eher selten Zertifikate auf SAP im Angebot. Der aktuelle Kursabsturz und die dadurch sprunghaft angestiegene Volatilität bieten uns jedoch die Möglichkeit, Ihnen eine Aktienanleihe mit gutem Coupon anzubieten. Wenn Sie also erstmal ein Jahr in Ruhe abwarten möchten, wie sich die KI-Transformation entwickelt, könnte unsere neue SAP-Aktienleihe eine interessante kurzfristige Anlagemöglichkeit mit festem Zinsertrag für Sie sein.

5,3 Prozent Zinsen bei 15 Prozent Risikopuffer

Die DekaBank 5,30 % SAP Aktienanleihe 03/2027 (WKN DK1HUK) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 5,3 Prozent p.a. bezogen auf den Nennbetrag von 1.000 Euro. Die Zinsen gibt es auf jeden Fall. Damit aber die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss der Schlusskurs der SAP-Aktie am Bewertungstag (05.03.2027) mindestens 85 Prozent des Startwerts betragen. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 09.03.2026. Damit bietet die Aktienanleihe einen Risikopuffer von 15 Prozent.
 
Liegt der Schlusskurs der SAP-Aktie jedoch darunter, drohen Verluste bei der Rückzahlung. In diesem Fall wird nicht der Nennbetrag von 1.000 Euro ausgezahlt. Anlegende erhalten stattdessen SAP-Aktien – dabei „zahlen“ sie den Basispreis von 85 Prozent des Startwerts, wobei der Gegenwert der Aktie zu diesem Zeitpunkt geringer ist. Zudem sollten Sie bedenken, dass eine Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko unterliegt. Im Klartext heißt das, dass im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Betrags drohen.
 
Die Zeichnung läuft vom 16.02.2026 bis 09.03.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

Charlotte für deka.de zertifikate 960 x 540.jpg

Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.



Disclaimer

Die hierin enthaltenen Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des Finanzinstruments dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Diese Werbeinformation enthält nicht alle relevanten Informationen zu diesem Finanzinstrument. Vor einer Anlageentscheidung in Zertifikate wird potenziellen Anlegern empfohlen, den Wertpapierprospekt zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Anlageentscheidung vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Der Wertpapierprospekt und eventuelle Nachträge können unter https://www.deka.de/deka-gruppe/wertpapierprospekte unter dem Reiter „EPIHS-I-25“, die Endgültigen Bedingungen unter https://mmscache.deka.de/DE000DK1HUK2_FT.pdf heruntergeladen werden. Sämtliche Wertpapierinformationen sowie das aktuelle Basisinformationsblatt sind ebenfalls bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale (www.deka.de), 60625 Frankfurt kostenlos erhältlich. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Sollten Kurse / Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse / Preise. Die hier genannten Werte dienen der Erläuterung des Auszahlungsprofils dieses Finanzinstruments. Die Werte sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Verkaufsbeschränkung: Auf besondere Verkaufsbeschränkungen und Vertriebsvorschriften in den verschiedenen Rechtsordnungen wird hingewiesen. Insbesondere dürfen die hierin beschriebenen Finanzinstrumente weder innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika noch an bzw. zugunsten von U.S.-Personen zum Kauf oder Verkauf angeboten werden.