Zertifikate-Kolumne vom 18.05.2026.

Airbus: Großer Auftragsbestand trifft auf Lieferengpässe.

Werbung. 1970 war das Geburtsjahr eines europäischen Traums: Frankreich und Deutschland beschlossen, gemeinsam einen Flugzeughersteller aufzubauen, der dem amerikanischen Quasi-Monopolisten Boeing Paroli bieten sollte. Großbritannien und Spanien schlossen sich bald schon dem Projekt Airbus an.

Was als politisches Gemeinschafts-Projekt begann, wurde zur wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte. Heute fliegen weltweit mehr als 11.000 Airbus-Flugzeuge, vom kompakten A220 mit 107 Sitzen bis zum Giganten A380 mit 525 Plätzen. Und wir fliegen alle ein Stück mit – unsere Ferienflieger in den Süden sind meist Airbus-Maschinen, ob nach Mallorca, Griechenland oder die Kanaren. Europas Underdog von einst ist längst Weltmarktführer. Doch aktuell kämpft der Konzern mit erheblichen Herausforderungen. Lassen Sie uns das Unternehmen heute mal wieder anschauen…

Das erste Quartal 2026 war für Airbus das schwächste seit dem Jahr 2009. Mit nur 114 ausgelieferten Passagierjets fiel der Hersteller sogar hinter seinen Rivalen Boeing zurück, der seit Jahren in einer schweren Krise steckt. Der Umsatz sank konzernweit um sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Der operative Gewinn brach um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen Euro ein. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 586 Millionen Euro gut ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Grund waren schleppende Triebwerkslieferungen des US-Herstellers Pratt & Whitney. Ein Rückruf tausender Turbinen wegen eines Materialmangels hält die Hersteller seit 2023 auf Trab. Airbus-Chef Guillaume Faury beklagte sich wiederholt über die mangelnde Lieferkapazität. Wegen der knappen Triebwerke und Nacharbeiten an fehlerhaften Verkleidungen eines anderen Zulieferers erwartet Airbus-Finanzchef Thomas Toepfer, dass sich die Flugzeugauslieferungen 2026 stärker in Richtung Jahresende verschieben. 2025 hatte Airbus von 793 ausgelieferten Jets 136 Stück erst im Dezember übergeben.

Dennoch will Faury die Zahl der Auslieferungen 2026 auf rund 870 Verkehrsflugzeuge nach oben treiben und damit den Rekordwert von 863 aus 2019 leicht übertreffen. Der bereinigte operative Gewinn soll auf etwa 7,5 Milliarden Euro klettern. Hoffnung macht auch, dass Airbus Unstimmigkeiten mit China gelöst hat. Ohne diese Probleme hätte der Hersteller im ersten Quartal etwa 20 Jets mehr ausliefern können. An Bestellungen mangelt es nicht. Der Hersteller saß Ende März auf Orders über mehr als 9.000 Passagier- und Frachtflugzeugen, was rechnerisch der Produktion von mehr als zehn Jahren entspricht.

„Wir sehen gegenwärtig keine Stornierungen und keine Verschiebung von Aufträgen“, sagte Faury trotz des Iran-Kriegs. Zwar strichen manche Airlines derzeit Flüge. Sie wollten aber weiterhin effizientere Flugzeuge, zumal diese die Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise verringerten.
 
Airbus bleibt langfristig stark positioniert. Der Auftragsbestand ist gigantisch, die Marktstellung gefestigt, die Bilanz solide. Doch kurzfristig bleiben die Lieferkettenprobleme eine Belastung, und der Aktienkurs ist volatil. Wer an die Story glaubt, aber aktuell nicht die volle Schwankungsbreite mittragen möchte, kann unser neues Airbus Express-Zertifikat Relax als Alternative zu einem Direktinvestment in die Aktie in Erwägung ziehen. Das Zertifikat bietet neben einer attraktiven Verzinsung einen Risikopuffer, der im Falle von Turbulenzen Schutz bietet kann und die Möglichkeit auf eine vorzeitige Rückzahlung, falls die Aktie abhebt.

6,2 Prozent mögliche Zinsen pro Periode, vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit plus 35 Prozent Risikopuffer 

Das DekaBank Airbus Express-Zertifikat Relax 08/2032 (WKN DK1JM1) bietet die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Festbetrag von 1.000 Euro inklusive der Zinsen von 62 Euro pro Zinsperiode. Eine vorzeitige Rückzahlung findet statt, wenn der Schlusskurs der Airbus-Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage auf oder über der Tilgungsschwelle notiert (erste Beobachtungs- bzw. Zinsperiode 14 Monate, danach jeweils 12 Monate). Die Tilgungsschwelle liegt am ersten Beobachtungstag im August 2027 bei 100 Prozent des Startwerts und sinkt in den Folgejahren jeweils um fünf Prozentpunkte bis auf 80 Prozent des Startwerts im Jahr 2031. Startwert ist der Schlusskurs am Ende der Zeichnungsfrist, am 08.06.2026.

Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung, werden im August 2032 der maximal mögliche Zinsbetrag von 372 Euro plus 1.000 Euro Festbetrag ausgezahlt – allerdings nur, wenn die Airbus-Aktie am finalen Bewertungstag (04.08.2032) nicht unterhalb der Barriere von 65 Prozent des Startwerts schließt.

Eine Unterschreitung der Barriere am finalen Bewertungstag führt hingegen zu Verlusten. In einem solchen Negativszenario werden keine Zinsen gezahlt und anstelle des Festbetrags werden Airbus-Aktien – deren Kurs dann niedriger ist – zu 100 Prozent des Startwerts übertragen. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten: Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank drohen Verluste bis hin zum Totalverlust.

Die Zeichnung läuft vom 18.05.2026 bis 08.06.2026 (10 Uhr), vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung. Der Emissionspreis beträgt 1.010 Euro inkl. 1,00 % Ausgabeaufschlag.

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Autorin: Charlotte Neugebauer, Leiterin Zertifikate & Produktvermarktung.



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