Zertifikate-Kolumne vom 04.01.2021

Deutsche Buffett-Beteiligung: 30 Prozent Puffer für Zinsen und Rückzahlung

Werbung. Besonders viel scheint der bekannteste Investor der Welt aktuell nicht von Aktien aus Deutschland zu halten. Zuletzt beteiligte er sich zwar immerhin an T-Mobile US, aber deutsch ist bei dieser Gesellschaft eben im Wesentlichen der Großaktionär Deutsche Telekom. Zumindest einen Titel unseres heimischen Kurszettels hält man aber doch und zwar beim Rückversicherer General Re, einer Tochtergesellschaft aus Buffetts Investment-Konglomerat Berkshire Hathaway: Lanxess – MDAX-Mitglied und Spezialchemiekonzern. Derzeit beträgt der Aktienanteil des Orakels aus Omaha hier etwa 5,3 Prozent.
 
Lanxess ist Anfang 2005 aus einer Abspaltung der Bayer AG hervorgegangen und seitdem eigenständig börsennotiert. Das deutsche Chemieunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoffe, Additive, Spezialchemikalien und chemische Zwischenprodukte. Außerdem hilft man Kunden bei der Entwicklung und der Umsetzung sogenannter Systemlösungen. Lanxess ist in mehr als 30 Ländern aktiv und gliedert seine Geschäftstätigkeit in vier Segmente: Advanced Intermediates (Basis- und Feinchemikalien z.B. für die Pharmaindustrie oder die Herstellung von Beschichtungen), Specialty Additives (insbes. Flammschutzadditive), Consumer Protection (verbrauchernahe Schutzprodukte) und Engineering Materials (Hochleistungskunststoffe).
 
Corona hat wie überall auch bei Lanxess deutliche Spuren im Geschäftsverlauf hinterlassen. Insbesondere im dritten Quartal 2020 war man mit einem starken Ergebnisrückgang konfrontiert. So erwirtschafteten die Kölner bei einem Q3-Umsatzminus von 14,3 Prozent zwar 1,5 Mrd. Euro, das führte dann aber zu einem um gut 28 Prozent niedrigeren operativen Ergebnis von 193 Mio. Euro. Einzig im Segment Consumer Protection zogen die Geschäfte an. Der Umsatz mit Desinfektionsmitteln lag dabei in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus, das bereinigte operative Ergebnis stieg aber um mehr als 7 Prozent auf 59 Mio. Euro. In den deutlich größeren Segmenten Advanced Intermediates und Specialty Additives kam es hingegen wie auch im Segment Engineering Materials zu deutlichen Umsatzrückgängen zwischen 14,4 und 19,3 Prozent sowie zu nochmals herberen Ertragseinbußen in Größenordnungen zwischen 28,6 und 44,1 Prozent. Hier zeigt sich die dann bei diesem Geschäft nicht zu vermeidende Abhängigkeit von Unternehmen aus derzeit  stark angeschlagenen Branchen Automobile, Luftfahrt sowie Öl und Gas. Diese Unternehmen kaufen nahezu durchgängig in geringeren Volumina ein und können dafür auch noch niedrigere Preise durchsetzen.
 
In die Zukunft blickt der Vorstand mittlerweile aber wieder optimistischer und hat dabei auch konkreter die im Mai gekappte Prognose konkretisiert. In der Automobilindustrie ziehe die Kundennachfrage spürbar an. In Asien, von wo immerhin etwa 25 Prozent der Umsätze stammen, stimme die Entwicklung optimistisch. Auch in den USA, der Umsatzanteil liegt dort bei circa 20 Prozent, stabilisiere sich die Lage. In Europa allerdings bleibe die hohe Unsicherheit erhalten, da sich die Folgen erneuter Lockdowns nicht vorhersagen lassen.
 
Ein attraktiv verzinstes Anlagezertifikat mit großzügigem Puffer kann für interessierte Anleger eine sinnvolle Alternative gegenüber dem Direktinvestment darstellen. So können Anleger von den verbesserten Aussichten des Basiswertes profitieren und ihr Risiko begrenzen.
 
33,00 Euro Zinsen pro Periode bei Behauptung der 70-Prozent-Barriere
 
Das DekaBank Lanxess Express-Zertifikat Memory mit Airbag 03/2027 (WKN DK0ZFA) bietet bei sinkenden Tilgungsschwellen die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zuzüglich des entsprechenden Zinsbetrags von 33,00 Euro pro Periode inklusive Nachholeffekt (Memory-Funktion). Liegt der Kurs an keinem der fünf Bewertungstage über der jeweiligen Tilgungsschwelle ist bei Endfälligkeit im März 2027 eine maximale Auszahlung von 1.198,00 Euro je Zertifikat erreichbar, wenn der Aktienschlusskurs am Bewertungstag die Barriere (70,00 Prozent des Startwerts) behauptet.
 
Wird die Barriere am Bewertungstag unterschritten, drohen Verluste. Denn statt des Nennbetrags wird in einem solchen Szenario Anlegern eine festgelegte Anzahl im Wert gesunkener Lanxess-Aktien übertragen. Die Anzahl der Aktien (Referenzanzahl) ergibt sich aus dem Basispreis, der ebenfalls bei 70,00 Prozent des Startwerts liegt (Airbag-Funktion). Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen würden.
 
Die Zeichnung läuft vom 04.01.2021 bis 22.01.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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