Zertifikate-Kolumne vom 06.07.2020

Deutsche Post profitiert vom Paketboom

Werbung. In der Corona-Krise gilt der Onlinehandel gemeinhin als Profiteur. Und da jede virtuelle Shoppingtour auch eine physische Lieferung nach sich zieht, arbeiten Versanddienstleister wie die Deutsche Post ebenfalls auf Hochtouren. Nachdem der Paketboom während des allgemeinen Lockdowns Ausmaße wie in der Vorweihnachtszeit annahm, beobachtet das Management mittlerweile eine leichte Abschwächung. Aber auch im zweiten Halbjahr erwartet der Vorstandsvorsitzende Frank Appel ein anhaltendes Wachstum beim Paketversand. Die Krise habe neue Kunden zum Onlinekauf bewogen. Inwieweit das E-Commerce-Geschäft nachhaltig beflügelt wird, sei allerdings schwer abzuschätzen.

„Wir werden diese Krise extrem stabil durchwandern“, erklärte Frank Appel kürzlich auf einer Online-Konferenz vor Wirtschaftsjournalisten. Wegen der immer noch „enormen Volatilität“ wolle der Konzern jedoch vorerst keine neue Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Anfang April hatte der weltgrößte Logistikkonzern seinen bisherigen Ausblick kassiert. Das Mittelfristziel wurde jedoch erneut bestätigt, sodass die Deutsche Post bis 2022 weiterhin ein operatives Ergebnis (Ebit) von 5,3 Mrd. Euro pro Jahr anpeilt. Frank Appel betonte, dass die weltweiten Lieferketten in der Krise nicht zusammengebrochen seien und nur wenige Stationen der Deutschen Post DHL zeitweilig geschlossen waren. Während es einen weltweiten Einbruch der Konsumentennachfrage gebe, seien die Preise für Luftfracht erheblich gestiegen.

Die Zahlen für das erste Quartal 2020, das nur zum Teil von der Krise geprägt war, offenbaren umsatzseitig eine starke Geschäftsentwicklung, die jedoch mit Ergebnisbelastungen einhergeht. So kletterten die Erlöse auf Konzernebene um knapp ein Prozent zum Vorjahr auf 15,5 Mrd. Euro. Demgegenüber zeigten sich beim Gewinn deutliche Bremsspuren, zu denen auch die millionenschweren Belastungen durch das Aus für den Elektrolieferwagen Streetscooter beitrugen. Folglich ging das operative Ergebnis (Ebit) im Vorjahresvergleich um fast 50 Prozent auf 592 Mio. zurück. Unter dem Strich sank der Quartalsüberschuss um 60 Prozent auf 301 Mio. Euro. Analysten äußerten sich jedoch zufrieden und bezeichnen die Deutsche Post-Aktie als Kaufkandidaten. Angesichts des harten Marktumfelds habe der Logistikkonzern im ersten Quartal solide Ergebnisse vorgelegt. Die Erholung im Expressgeschäft deute darauf hin, dass die Talsohle durchschritten sei. Zudem habe sich der freie Barmittelfluss im ersten Quartal verbessert. Die jüngsten Portoerhöhungen, eine verbesserte Produktivität sowie geringere Kosten in der Verwaltung würden zur Widerstandsfähigkeit des Konzerns beitragen. Es sei wahrscheinlich, dass das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren nah an sein Mittelfristziel von 5,3 Mrd. Euro beim Ebit herankommen wird.

Von erheblichen Kursverlusten während der Corona-Krise blieb die Aktie der Deutschen Post im Frühjahr 2020 jedoch keineswegs verschont. Mittlerweile konnte ein erheblicher Teil dieser Rückschläge wieder aufgeholt werden. Die impliziten Volatilitäten haben sich dabei ebenfalls beruhigt, aber spiegeln weiterhin die am Markt herrschende Nervosität wider. Dies begünstigt die Konditionen von Investmentalternativen wie Aktienanleihen und macht hohe Festzinsen sowie große endfällige Puffer darstellbar.

4,20 Prozent p.a. Festzins und 20 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr

Die DekaBank 4,20 % Deutsche Post Aktienanleihe 07/2021 (WKN DK0XHK) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 4,20% p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die Deutsche Post-Aktie am Bewertungstag (22.07.2021) wenigstens auf oder über dem Basispreis (80,00 Prozent des Startwerts) schließen.

Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Deutsche Post-Aktien zu 80% des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.

Die Zeichnung läuft vom 06.07.2020 bis 24.07.2020, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking, Produktmanagement und Product Sales




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