Zertifikate-Kolumne vom 08.04.2021

Drei offensive Aktienalternativen mit zweistelligen Kupons

Werbung. Kann man jetzt in Aktien einsteigen - oder sollte man bei den aktuellen Kursen besser verkaufen und Gewinne mitnehmen? Deutschlands Leitindex DAX notiert nahe am Allzeithoch – trotz hoher Covid-19-Infektionsraten und Lockdown. Viele Anleger fragen sich, wie das zusammenpasst. 

Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn an den Märkten spielen viele Faktoren eine Rolle. Und für den Anleger geht es auch um die Frage nach Alternativen. Je niedriger z.B. die Zinsen für sichere Staatsanleihen sind, desto stärker suchen Investoren nach Investmentalternativen. In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie und eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft schichten sie weiter von Anleihen in Aktien oder aktienmarktnahe Investments um. Die Börsen laufen der Wirtschaft voraus, in den aktuellen Kursen ist eine Konjunkturerholung bereits eingepreist. Doch viele Anleger haben auch Zweifel, ob sich die starken Kurszuwächse der vergangenen Jahre wiederholen lassen und sind auf der Suche nach Alternativen zum direkten Investment in Aktien. 

Eine Möglichkeit in dieser Phase sind offensive Express-Zertifikate mit Memory-Funktion und einem kleinen Airbag. Zugegeben, das klingt ein wenig kompliziert, lohnt aber einen genauen Blick. Immerhin stellen offensivere Varianten zweistellige Zinskupons in Aussicht - zwischen 11 und 14 Prozent. Doch wie funktionieren die Papiere? 

Express-Zertifikate sind mit einem Zinskupon ausgestattet und haben eine feste Laufzeit, werden aber vor dem regulären Laufzeitende zurückgezahlt, wenn an einem der i.d.R. jährlichen Beobachtungstage ein bestimmtes Niveau –Tilgungsschwelle genannt – touchiert oder überschritten wird. In diesem Fall wird der Nennwert zurückgezahlt. Der Zusatz „Memory“ bezieht sich auf die Zinszahlung und stellt sicher, dass Anleger auch die Zinsen der Vorjahre erhalten können. Denn auch die Zinszahlung ist vom Kurs des Basiswerts an den Beobachtungstagen abhängig und kann unter Umständen, nämlich bei Unterschreiten der sog. Barriere, ausgesetzt werden. In so einem Fall werden im Folgejahr, wenn die Barriere am Beobachtungstag nicht unterschritten wird, entgangene Zinsen nachgezahlt. Ein „Airbag“ wiederum bietet einen Puffer vor Verlusten am Laufzeitende. Denn am Ende erhalten Anleger entweder den Nennwert zurückgezahlt oder – wenn der Risikopuffer aufgezehrt ist – eine feste Anzahl im Wert gesunkener Aktien bzw. einen Barausgleich. 

Bei Papieren mit offensiven Konditionen (siehe unten) ist der Risikopuffer durch den Airbag geringer als bei Papieren mit großem Airbag. Als Ausgleich dafür stellen Express-Zertifikate mit kleinem Risikopuffer höhere Zinszahlungen in Aussicht. Die offensiven Express-Zertifikate Memory mit Airbag spielen ihre Stärke voll aus, wenn die Märkte seitwärts laufen. Aber auch bei steigenden oder nur leicht sinkenden Kursen können sie gut abschneiden und eine Alternative zum Aktienkauf sein. Ebenso sind sie für risikobereitere Anleger interessant, die zum Beispiel Bestände des jeweiligen Basiswerts halten oder sich zumindest eine Investition hierin vorstellen können. 

Zweistellige Zinskupons - Konditionen im Überblick

Die Konjunkturzykliker Volkswagen und BASF dürften von einer wirtschaftlichen Erholung überproportional profitieren und überzeugen langfristig. Das reduziert das Risiko, dass am Ende der Laufzeit die Aktien zu niedrigeren Kursen ins Portfolio gebucht werden. Ähnlich sind die Perspektiven beim MSCI World Climate Change ESG Select 4,5 Prozent Decrement Index, wobei für die Anleger hier das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht. Nachhaltige Aktien sind und werden auch weiterhin zu den großen Favoriten der Investoren zählen. 

Die maximale Auszahlung von 1.840,00 Euro auf 1.000,00 Euro Nennbetrag je Zertifikat (1.840,00 = 1.000,00 + 6 x 140,00) wird zum Beispiel beim DekaBank Volkswagen Express-Zertifikat Memory mit Airbag 07/2027 (WKN DK0Z97) erreicht, wenn der Aktienschlusskurs an keinem der fünf jährlichen Beobachtungstage über dem Startwert von 100,00 Prozent und nie unter der Kuponbarriere von 95,00 Prozent des Startwerts notiert. In dieser Konstellation wäre immer gewährleistet, dass die Bedingung für die Kuponzahlung erfüllt wäre, ohne gleich eine vorzeitige Rückzahlung auszulösen. Für die finale Zinszahlung inklusive aller eventuell ausgefallenen Kuponzahlungen reicht es aus, dass die Notierung des Basiswerts am Laufzeitende nicht weniger als 95,00 Prozent des Startwertes beträgt.

Kommt es hingegen beispielsweise bereits nach drei Jahren zu einer vorzeitigen Rückzahlung, wären beide Bedingungen erfüllt: sowohl eine Notierung über 100,00 Prozent des Startwertes für die vorzeitige Rückzahlung, als auch implizit die 95,00 Prozent des Startwertes für die Kuponzahlung und die Nachzahlung eventuell ausgefallener Zinszahlungen. Daher würden Anleger je Zertifikat den Nennwert von 1.000,00 Euro plus die aufgelaufenen jährlichen Zinsen von 140,00 Euro (Memory-Effekt) ausgezahlt erhalten, also insgesamt 1.420,00 Euro (1.000,00 + 3 x 140,00). 

Beim DekaBank BASF Express-Zertifikat Memory mit Airbag 07/2027 (WKN DK0Z96) beträgt die maximale Auszahlung 1.720,00 Euro und beim DekaBank Express-Zertifikat Memory mit Airbag 07/2027 auf den
MSCI World Climate Change ESG Select 4,5 Prozent Decrement Index (WKN DK0Z98) sind es 1.660,00 Euro. 

Das Risiko ist eine Kurskorrektur an den Aktienmärkten, da der Airbag lediglich fünf Prozent beträgt. Im Vergleich zu Express-Zertifikaten mit konservativen Konditionen ist dieser Risikopuffer gering, weshalb das Investmentrisiko der Express-Zertifikate Memory mit Airbag auf Volkswagen, BASF sowie den Nachhaltigkeits-Index von MSCI nahe am Aktienmarkt liegt, also keineswegs mit sicheren Zinspapieren vergleichbar ist. Wird die Barriere von 95 Prozent am Bewertungstag (21.07.2027) unterschritten, wird anstelle des Nennbetrags eine festgelegte Anzahl der im Wert gesunkenen Aktien geliefert. Beim Index erfolgt in diesem Szenario eine Lieferung von Anteilen des Deka MSCI World Climate Change ESG UCITS ETF. Der Gegenwert jeder Rückzahlung liegt dann unter dem Nennbetrag. Zudem ist wie bei jedem Zertifikat das Emittentenrisiko zu beachten, weil insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals drohen würden.

Die Zeichnung der Papiere läuft vom jeweils vom 06.04.2021 bis 23.04.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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