Zertifikate-Kolumne vom 12.04.2021

Zalando überzeugt mit guten Zahlen und Geschäftsmodell

Werbung. Die Alarmglocken der Investoren schrillen normalerweise, wenn der größte Aktionär aussteigt. Doch für Zalando-Aktionäre ist die Trennung der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, die 21,11 Prozent der Anteile an Zalando hält, langfristig positiv. Kinnevik hat den Onlinehändler, der 2008 gegründet wurde, seit 2010 überaus erfolgreich begleitet: In dieser Zeit wuchs das Start-up zur führenden europäischen Online-Plattform für Mode heran und beschäftigt inzwischen rund 14.000 Mitarbeiter, hat mehr als 35 Millionen Kunden und ist in 17 Ländern aktiv. Und die Expansion geht weiter. Allein seit dem Börsengang im Jahr 2014 hat sich der Aktienkurs vervierfacht. Warum aber will Kinnevik aussteigen?

Für die Schweden ist Zalando die größte Position im Portfolio, also ein Klumpenrisiko. Um es zu reduzieren, hat die Beteiligungsgesellschaft schon seit Jahren immer wieder Aktien veräußert. Kinnevik will seine Zalando-Aktien nicht direkt verkaufen, sondern an seine Aktionäre weiterreichen. Der Zalando-Kurs war nach dieser Meldung eingebrochen, da anzunehmen ist, dass ein Teil der Kinnevik-Aktionäre die zugeteilten Aktien verkauft.

Für Zalando hingegen festigt sich mit dem Ausstieg des Großaktionärs der Weg in den DAX. Denn die Zahl der frei gehandelten Aktien, der sogenannte Free Float, steigt deutlich. Spätestens im Herbst, wenn der DAX von 30 auf 40 Aktien erweitert wird, dürfte auch Zalando in den DAX aufsteigen. Das beflügelt in der Regel den Aktienkurs.

Auch die jüngst vorgelegten Ertragszahlen überzeugen. Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 7,98 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 224,9 Millionen Euro auf 420,9 Millionen Euro. Das Management rechnet damit, die Marge von 5,3 Prozent in den zweistelligen Bereich hieven zu können. Denn Zalando baut seine Präsenz international weiter aus und will auch mit seiner Plattformstrategie weiter wachsen.

Neben dem klassischen Vertrieb von Bekleidung, Schuhen und Kosmetikartikeln stellt Zalando mit dem Partnerprogramm eine Plattform zur Verfügung, über die Einzelhändler und Modemarken ihre Waren online verkaufen können. Dafür kassiert Zalando Provisionen. Ende 2020 nutzten rund 2400 Ladengeschäfte die Plattform. Hier profitiert der Konzern, ebenso wie im klassischen Mode-Versandhandel, klar von der Corona-Pandemie, da immer mehr Einzelhändler ihre Waren auch Online vertreiben wollen.

Ein Manko ist jedoch die hohe Bewertung der Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 100. Daher erscheint das Kurspotenzial begrenzt. Für Anleger, die nach Investmentalternativen suchen, sind Aktienanleihen eine Möglichkeit, da sie eine feste Verzinsung bieten und mit einem Risikopuffer ausgestattet sind.

4,25 Prozent p.a. Festzins und 20 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr

Die DekaBank 4,25 % Zalando Aktienanleihe 05/2022 (WKN DK00A1) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 4,25 % p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die Zalando-Aktie am Bewertungstag (28.04.2022) wenigstens auf oder über dem Basispreis (80,00 Prozent des Startwerts) schließen.

Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Zalando-Aktien zu 80,00 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Anlagebetrags drohen.

Die Zeichnung läuft vom 12.04.2021 bis 30.04.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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