Zertifikate-Kolumne vom 21.12.2020

Infineon profitiert vom US-Zukauf und erreicht neue Größenordnung

Werbung. Deutschlands Halbleiter-Primus hat mitten im Krisenjahr 2020 eine neue Größenordnung erreicht. Im April wurde die lange geplante und mit behördlichen Hürden versehene Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor vollzogen. Dadurch ist Infineon in die Top Ten der größten Chiphersteller der Welt aufgestiegen, während die größte Akquisition der Firmengeschichte nach Aussage von Analysten „quasi nebenbei“ gestemmt wurde. Im Bereich der Automobil-Elektronik strebt Infineon sogar den weltweiten Spitzenplatz an. Analysten halten die Übernahme für strategisch sinnvoll und chancenreich.
 
Infineon habe die Robustheit seines Geschäftsmodells im schwierigen Geschäftsjahr 2019/20 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, so ein Analystenurteil. Der Zwölfmonatszeitraum endete zum 30.09.2020 mit einem Endspurt. Insbesondere die Aufhellung im Automobilgeschäft half beim Sprung in die Gewinnzone. Der Automarkt und weitere Zielmärkte des Chipherstellers hätten sich seit Sommer besser als erwartet erholt, erklärte der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss. Hinzu komme der beschleunigte strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität. Im vierten Geschäftsquartal von Juli bis September schrieb Infineon dadurch wieder schwarze Zahlen, während der Umsatz um 15 Prozent zum Vorquartal auf 2,49 Mrd. Euro zulegte. Operativ verdiente der Halbleiterhersteller fast drei Viertel mehr als im Dreimonatszeitraum zuvor und übertraf mit seinem Segmentergebnis von 379 Mio. Euro die durchschnittlichen Analystenprognosen. Unter dem Strich sprang der Konzernüberschuss auf 109 Mio. Euro, nachdem das Vorquartal mit einem Verlust geendet hatte. Inklusive Cypress Semiconductor brachte das gesamte Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 368 Mio. Euro rund 58 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Dividende soll nun von 27 Cent auf 22 Cent je Aktie gekürzt werden.
 
Im neuen Geschäftsjahr 2020/21 peilt das Management einen Umsatz von rund 10,5 Mrd. Euro an, der das Vorjahresniveau (8,57 Mrd. Euro) um mehr als ein Fünftel übertreffen könnte. Dabei soll die Umsatzrendite anhand des Segmentergebnisses auf 16,5 Prozent zulegen. Im laufenden Berichtszeitraum von Oktober bis Dezember werden ein Umsatz zwischen 2,4 und 2,7 Mrd. Euro sowie eine Marge von 16 Prozent in Aussicht gestellt. Laut Analysten profitiert der Chip-Hersteller von der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und kann seinen Wachstumskurs trotz der aktuellen konjunkturellen Situation voraussichtlich fortsetzen. Der Ausblick auf das laufende Quartal lasse positive Rückschlüsse auf das gesamte Geschäftsjahr 2020/21 zu. Allerdings nehme der gegenwärtige Aktienkurs schon eine positive Entwicklung vorweg, weshalb Infineon nur als Haltekandidat eingestuft wird.
 
Nach dem kräftigen Kurseinbruch während des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 hat sich die Infineon-Aktie ausgiebig erholt und sogar die Höchststände des Jahres 2019 überwunden. Die impliziten Volatilitäten sind im Zuge der Beruhigung zwar gesunken, aber im Standardwerte-Index DAX gilt die Infineon-Aktie als eher schwankungsintensiv. Dieser Aspekt begünstigt die Konditionen von Investmentalternativen wie Aktienanleihen. Hier eröffnen sich Gelegenheiten für Anleger, die grundsätzlich eine positive Einschätzung für Infineon teilen und ihre Strategie mit Festzins sowie endfälligem Puffer umsetzen möchten.
 
4,20 Prozent p.a. Festzins und 20 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr
 
Die DekaBank 4,20 % Infineon Aktienanleihe 01/2022 (WKN DK0YTM) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 4,20% p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die Infineon-Aktie am Bewertungstag (13.01.2022) wenigstens auf oder über dem Basispreis (80,00 Prozent des Startwerts) schließen.
 
Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Infineon-Aktien zu 80,00 Prozent des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.
 
Die Zeichnung läuft vom 21.12.2020 bis 15.01.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Autor: Hussam Masri, Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement




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Rating vom 16.10.2020

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