Die Börse ist immer in Bewegung und niemand weiß, wo die Reise hingeht. Gerade in volatilen, seitwärts tendierenden oder leicht fallenden Aktienmärkten spielen Express-Zertifikate ihre Stärken aus. Denn mit ihnen gehen Sie genau definierte Aktienkursrisiken ein und haben dafür die Chance auf attraktive Zinszahlungen.
Express-Zertifikate gehören zu den strukturierten Wertpapieren und beziehen sich üblicherweise auf eine Aktie oder einen Aktienindex als sogenannten Basiswert.
Warum Express und wie lange legt man sein Geld an?
Express-Zertifikate heißen deswegen so, weil sie zwar eine klar festgelegte maximale Laufzeit von i. d. R. 5-6 Jahren haben, aber trotzdem die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung bieten.
Eine solche wird ausgelöst, wenn der Kurs des bspw. zugrundeliegenden Aktienindex an einem Beobachtungstag auf oder über der im Vorfeld festgelegten Kursschwelle (Tilgungsschwelle) liegt. Die Tilgungsschwellen starten meist bei 100 Prozent des Startwerts, werden aber häufig über die Laufzeit hinweg immer weiter nach unten gesetzt, sodass eine vorzeitige Rückzahlung plus Zinszahlung auch bei leicht gefallenen Kursen wahrscheinlicher wird.
Wenn der Kurs des Aktienindex an jedem Beobachtungstag unterhalb der Tilgungsschwelle liegt, läuft das Zertifikat einfach bis zum regulären Laufzeitende weiter.
Was passiert am Laufzeitende?
Am Laufzeitende wird der abschließende Kurs des Basiswerts festgestellt. Liegt dieser auf oder über der sogenannten Barriere, erhalten Sie den Festbetrag nebst Zinsen zurück. Die Barriere ist ebenfalls eine Kursschwelle und wird bereits bei Auflage eines Express-Zertifikats fixiert. Das Angebot der DekaBank an Express-Zertifikaten umfasst eine breite Auswahl an verschiedenen Barrieren in einer Spanne von meist 30 Prozent bis 80 Prozent des Startwerts. Hier ist also üblicherweise ein Risikopuffer eingebaut. Bei einer Barriere von 50 Prozent könnte der Basiswert zum Laufzeitende hin also bis zu 50 Prozent verlieren, ohne dass Sie einen Verlust erleiden.
Liegt der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende hingegen unter der Barriere, erleiden Sie einen Verlust entsprechend der negativen Kursentwicklung des Basiswerts im Vergleich zu dessen Startwert bei Produktauflage.
Feinjustierung bei Ausstattungsmerkmalen
Express-Zertifikate sind hinsichtlich ihrer Ausgestaltungsmöglichkeiten unsere vielseitigste Zertifikategruppe. Maßgeschneidert für Ihr individuelles Chance-Risiko-Profil und für unterschiedliche Markterwartungen. Sie können Basiswerte und Barrieren wählen, die Ihrem persönlichen Risikoempfinden entsprechen. Je niedriger die gewählte Barriere, umso größer ist Ihr Risikopuffer. Die Höhe der möglichen Zinszahlung verhält sich entsprechend umgekehrt. Je niedriger die Barriere, desto niedriger der mögliche Zins.
Wie lange sollte man ein Express-Zertifikat halten?
Grundsätzlich sollte ein Express-Zertifikat bis zur Fälligkeit bzw. ggf. vorzeitigen Rückzahlung gehalten werden. Es ist jedoch auch möglich, sie während der Laufzeit börsentäglich zum jeweils aktuellen Marktpreis zu verkaufen. Der Marktpreis kann dabei über oder unter dem Erstausgabepreis des Zertifikats liegen.
Diese Risiken sollten Sie beachten.
Express-Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen. Wie bei jeder Schuldverschreibung sollten Sie also das Emittentenrisiko beachten. So wären insbesondere bei Zahlungsunfähigkeit der Emittentin Verluste bis hin zum Totalverlust möglich. Darüber hinaus können in Abhängigkeit von der Wertentwicklung des Basiswerts auch bei der Rückzahlung Verluste eintreten. Zudem gibt es während der Laufzeit verschiedene Faktoren – wie z. B. die Kursentwicklung des Basiswerts und die allgemeine Zinsentwicklung –, die den Wert des Zertifikats nachteilig beeinflussen können.
In unseren E-Flyern erfahren Sie mehr über die einzelnen Varianten: